Zweitmarkt kurz erklärt

Der Zweitmarkt

Der Anlegerwunsch nach vorzeitigem Verkauf führte zur Entstehung des Zweitmarktes

Seit 1995 wurden in dem Markt für geschlossene Fonds allein im Segment Schiffsbeteiligungen kumuliert über 20 Mrd. Euro Eigenkapital vermittelt (Erstmarkt). Davon wurden im Krisenjahr 2009 über 800 Mio. Euro Eigenkapital eingeworben. Die Laufzeit eines geschlossenen Fonds beträgt in der Regel 15 - 20 Jahre. Während dieses Zeitraumes können sich Änderungen in der Lebensplanung, oder neue Investitionsmöglichkeiten für den Anleger ergeben, so dass ein Verkauf des Anteils angestrebt wird. An diesem Punkt setzt der sogenannte Zweitmarkt ein.

Die häufigsten Gründe für einen Anteilsverkauf auf dem Zweitmarkt sind:

  • Portfolio-Anpassung
  • Änderung der Lebensumstände (z.B. Eintritt in den Ruhestand, Scheidung)
  • Erbschaft
  • Gezielte Auflösung des Unterschiedsbetrages

Die effiziente Preisfindung und Anteilsübertragung wird durch einen Makler gestaltet

Der Zweitmarkt ist ein dezentral organisierter Markt, auf dem Anleger (als Verkaufsinteressenten) und Käufer von geschlossenen Fonds zusammenfinden. Er ermöglicht es Anlegern, sich vor Ende der Laufzeit von ihrer Beteiligung zu trennen. Ein funktionierender Zweitmarkt bedeutet für den Anleger einen Zuwachs an Flexibilität sowie die Möglichkeit der Portfolio-Anpassung. Die Zusammenführung beider Parteien übernimmt üblicherweise ein Makler. Dieser organisiert auch die rechtliche Anteilsübertragung in Kooperation mit der Treuhandgesellschaft der Beteiligung.

Institutionelle Investoren stellen die meiste Liquidität

In den vergangenen Jahren sind verstärkt institutionelle Käufer (Emissionshäuser) auf dem Zweitmarkt aktiv geworden. Emissionshäuser erwerben Anteile auf dem Zweitmarkt, um diese wiederum gebündelt in einem neuen Fonds (sog. Zweitmarktfonds) zu vertreiben. Dadurch steht meistens ausreichend Liquidität für eine kontinuierliche Preisfindung zur Verfügung. Auch eine immer größer werdende Anzahl an privaten Investoren erkennt die Chancen des Zweitmarktes und investiert derzeit einen Anteil von ca. 20% des gesamten Ankaufvolumens.

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